| SPANISHSKY.DK 23. APRIL 2020 |

 
Die zwei Banner der dänischen Freiwilligen im spanischen Bürgerkrieg

Dies ist die Geschichte von neun dänischen Interbrigadisten aus dem Spanischen Bürgerkrieg, die von den Faschisten gefangen genommen und im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña in der Provinz Burgos eingekerkert worden waren.
 
Lest, wie es zu ihrer Freilassung kam und sie danach in ihrer Heimat den antifaschistischen Kampf weiterführten 

 
Von Allan Christiansen/Übersetzung (aus dem Englischen) von Freundeskreis der XI. Internationalen Brigade

In Dänemark ist wenig darüber bekannt

Die Dänische Kommunistische Partei (Danmarks Kommunistiske Parti) und der Verband der dänischen Freiwilligen in Spanien (De Danske Spaniensfrivilliges Forening) wissen 1938 nicht, dass Dänen in spanischen Gefängnissen und im Konzentrationslager – ganz zu schweigen vom Konzentrationslager San Pedro de Cardeña – inhaftiert sind. Sie wissen, dass einige Kämpfer gefangen genommen wurden, aber sie kennen weder den Aufenthaltsort der Männer noch ihr Schicksal. Sie wissen jedoch, dass Gefangene öfters kurz nach ihrer Gefangennahme erschossen wurden.

Diese Unwissenheit ist wahrscheinlich den Turbulenzen nach dem Rückzug von der aragonischen Front und dem Fall von Barcelona im Dezember/Januar 1938/1939 geschuldet.

Außerdem wurden nicht alle Freiwilligen bei ihrer Ankunft in Spanien 1938 oder in den ihnen zugeteilten Bataillonen und Kompanien registriert.

Neuere Studien über die genaue Anzahl der dänischen Kämpfer in den Internationalen Brigaden zeigen die vorherrschende Unklarheit. Die Zahl variiert je nach Quelle. In einer Broschüre des Verbandes der dänischen Freiwilligen werden 550 Freiwillige genannt. Spätere Studien kommen jedoch auf 454, darunter fünf Frauen, sechs Isländer [1] und zwei Färöer.

Der Brief von Carl Geiser

Diese Wissenslücke wird sich jedoch bald entscheidend schließen. Am Mittwoch, den 12. Oktober 1938, erhält die Redaktion der Arbeiterzeitung (Arbejderbladet) einen Brief aus Paris.

Carl Geiser in Spanien

Carl Geiser in Spanien

Der Brief ist von Carl Geiser, einem Kämpfer der amerikanischen Internationalen Brigade.
Er schreibt:

„Liebe Genossen!
Ich bin einer der 14 amerikanischen Freiwilligen, die am 8. Oktober gegen vier italienische Offiziere ausgetauscht wurde. Ich war ein Gefangener im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña in der Provinz Burgos. Die Austauschliste enthält die Namen der im Lager inhaftierten Dänen. Es gelang mir, aus dem Land zu fliehen. Was die Dänen betrifft, so sind sie alle noch in Francos Gefängnis. Sie brauchen dringend Tabak und Kleidung. Es ist schrecklich kalt im Lager. Fünf bis zehn Dollar wären eine große Hilfe. Ihr könnt das Geld per Einschreiben an “Campo de Concentracio San Pedro de Cardenas, Burgos, Espagne” schicken.“

Dem Brief ist eine Liste mit den Namen von neun Dänen beigefügt: Niels Kristian Madsen, Peder Christiansen, Alfred Pedersen, Edvard Kleis, Derry Madsen, Kurt Sørensen, Peter Blom, Asmus Dall og Otto Christensen.

Versuche, die Freilassung der Gefangenen zu erreichen

Gleich am nächsten Tag wendet sich die Kommunistische Partei Dänemarks (Danmarks Kommunistiske Parti) an das Außenministerium (Udenrigsministeriet). Die Parteivertreter informieren das Ministerium über die neun dänischen Gefangenen im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña und bitten das Ministerium, einen Antrag auf Freilassung bei den spanischen Behörden zu stellen.

Internationale Gefangene im Hof von San Pedro de Cardeña, 22. September 1938

Internationale Gefangene im Hof von San Pedro de Cardeña, 22. September 1938

Im Oktober 1938 wissen die Häftlinge nichts über den Brief von Carl Geiser oder die laufenden Initiativen, um ihre Freilassung zu erreichen. Am 1. April 1939 geschieht endlich etwas; es werden Maßnahmen zur Freilassung der Dänen und Schweden ergriffen, aber nicht für die Norweger!

Die Dänen und die Schweden werden für zwei Tage in eine Baracke gebracht. Sie bekommen einige Kleidungsstücke und ihre Namen werden überprüft. Dann werden sie mit dem Bus nach San Sebastian gebracht und in einer alten Fabrik eingesperrt. Ein paar Tage später werden sie in die Grenzstadt Irun transportiert. Dort warten Vertreter des Roten Kreuzes an der Brücke am Grenzfluß zu Frankreich.

Asmus Dall erinnert sich, “wir konnten die Freiheit sehen, wir konnten die Straßensperre sehen und wir konnten viele Menschen auf der französischen Seite der Grenze sehen. Es war ein großer Augenblick im Leben. So etwas vergisst man nie.”

Otto Christensen erzählt: “[…] nur wenige Meter von der französischen Grenze entfernt, beginnt ein Streit zwischen den französischen Offizieren und den Vertretern des Roten Kreuzes. Offenbar haben die Namen nicht gestimmt. Ich sagte meinen Kameraden: – Wenn sie uns in die Busse zurückbeordern, schleiche ich um die Absperrung herum und dann raus auf die Brücke. Sie können nicht schießen, ohne die französischen Gendarmen zu treffen. Ich werde das Risiko eingehen. Aber sie haben endlich zugestimmt, und wir konnten wie Gewaltverbrecher über die Brücke stapfen”.

Asmus Dall fährt fort: “Endlich konnten wir die Brücke überqueren, und sobald wir uns drei Meter von diesen Faschistenschweinen entfernt hatten, sangen wir die Internationale so laut, dass man sie auf der französischen Seite hören konnte […] Wir wurden herzlich willkommen geheißen. Ich war von den Schlägen von oben bis unten voller Wunden. Jedenfalls bekamen wir ein Bad, Kaffee und Zigaretten und etwas zu essen.”

Die Heimreise

Die Weiterreise nach Hause erfolgte mit dem Zug über Paris nach Dünkirchen, dann mit dem Schiff, der M/S A.P. Bernsdorf, nach Esbjerg. In der Mittwochsausgabe vom 26. April 1939 schrieb die Arbeiterzeitung: “Die acht [2] spanischen Freiwilligen kehren heute Abend um 21.42 Uhr nach Hause zurück”. Die zurückgekehrten Freiwilligen wurden von einer großen Anzahl Anwesender herzlich willkommen geheißen.

KURZBIOGRAPHIEN
Peter Nissen Blom
Dänen im franquistischem Konzentrationslager San Pedro de Cardeña: Peter Nissen Blom

Peter Nissen Blom

Der Dachdecker, Peter Nissen Blom, wurde am 12. November 1913 in Südjütland als Sohn von Peter Christensen Blom und Ingeborg Blom (geborene Nissen) geboren. Er hatte eine jüngere Schwester, Ester Blom. In sehr jungem Alter zieht er nach Kopenhagen, wo er eine Arbeit findet und sich in Nørrebro niederlässt.

Er heiratet und hat mit seiner Frau, sie heißt Sørensen, zwei Kinder. Am 30. Dezember 1947 werden sie geschieden. Am 22. Januar 1949 heiratet er Anna Marie Blom (geborene Andersen) und hat mit ihr ein Kind.

Peter Blom geht am 6. Februar 1937 nach Spanien. Er kommt am 17. Februar in Albacete an und wird in die Xl. Internationale Brigade in das 3. Bataillon “Ernst Thälmann” aufgenommen. Einen Monat später, am 18. März, während der Schlacht von Guadalajara, werden mehrere Skandinavier von den italienischen Truppen bei Palencia gefangen genommen und im Konzentrationslager Almenza in Nordspanien eingekerkert – darunter Peter Blom und Erik Jørgensen. Peter wird anschließend in das Konzentrationslager San Pedro de Cardeña verlegt. Er wird am 26. April 1939 entlassen und kehrt am 30. April desselben Jahres nach Dänemark zurück.

Nach seiner Rückkehr nach Dänemark wohnt Peter in der Ravnsborg Tværgade 6 in Nørrebro. Am 9. April 1940 wird Dänemark von Nazideutschland besetzt und Peter Blom schließt sich dem dänischen Widerstand an. 

Wie die Mehrheit der dänischen Freiwilligen aus dem Spanischen Bürgerkrieg wird Peter Blom am 7. November 1942 von der dänischen Polizei bei einer Razzia gegen die Kriegsveteranen festgenommen und in Vestre Fængsel (“Westliches Gefängnis“; ein Kopenhagener Gefängnis, das von der Gestapo während der Besetzung genutzt wurde) inhaftiert. Kurz darauf wird er in das Internierungslager Horserød (Horserødlejren) verlegt, aus dem er am 12. Juni 1943 entlassen wird.

Nach seiner Freilassung schließt er sich dem dänischen Widerstand an. Dort ist er für Seeland leitender Kurier. 

Im Alter von 55 Jahren stürzt Peter von einem Dach des Kopenhagener Flughafens Kastrup und stirbt am 27. August 1969. Zur Zeit seines Todes lebte er in der Ålandsgade 12, Amager. Peter Nissen Blom wird auf Nathanaels Kirkegård (Nathanaels Friedhof), Amager, begraben.

Otto Christensen

Wir wissen sehr wenig über den Arbeiter Otto Christensen. Er wurde am 10. Mai 1914 in Aalborg geboren. 

Anfang 1938 bricht Otto Christensen nach Spanien auf, wo er in der XI. Internationale Brigade, des 2. Bataillons “Hans Beimler” in deren 2. Kompanie “Martin-Andersen-Nexø” (benannt nach dem dänischen Schriftsteller Martin Andersen-Nexø), zum Einsatz kommt. Während des Rückzugs von der Aragon-Front wird er in Batea gefangen genommen und im  (Prisión provincial de Zaragoza) eingekerkert. Neun Häftlinge – darunter Otto Christensen – werden später in das Konzentrationslager San Pedro de Cardeña verlegt.

Otto wird am 26. April 1939 entlassen und kehrt am 30. April desselben Jahres nach Dänemark zurück. Nach seiner Rückkehr wohnt er in der Valdemargade 31 in Aalborg.

Asmus Hansen Dall
Dänen im franquistischem Konzentrationslager San Pedro de Cardeña: Asmus Hansen Dall

Asmus Hansen Dall

Der Krankenhauspförtner Asmus Hansen Dall wird am 8. April 1913 in Kopenhagen geboren.

Im Oktober 1937 reist Asmus nach Spanien. Er wird in der Infanteriedivision der XI. Internationalen Brigade, dem 3. Bataillon “Ernst Thälmann”, eingesetzt. Am 13. Oktober 1937 wird er in das 4. Bataillon ’12. Februar’ und dann in das 2. Bataillon “Hans Beimler” versetzt.

Asmus kämpft in der Schlacht von Teruel und in der Aragon-Offensive. Während der Schlacht an der Aragon-Front wird er bei Caspe gefangen genommen und im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña eingekerkert. Er wird am 26. April 1939 freigelassen und kehrt am 30. April desselben Jahres nach Dänemark zurück.

Während der Zeit der deutschen Besetzung Dänemarks ist Asmus in der dänischen Widerstandsbewegung. Er wird am 7. November 1942 von der dänischen Polizei bei einer Razzia, geführt gegen die Veteranen des spanischen Bürgerkriegs, verhaftet und in Vestre Fængsel inhaftiert und später in das Internierungslager Horserød verlegt. 29. August 1943 bricht diese „Politik der Zusammenarbeit“ zusammen, und das Nazi-Besatzungsregime übernimmt das Konzentrationslager Horserød. Am 2. Oktober 1943 werden Asmus Dall und sämtliche Kommunisten und Kriegsveteranen, die nicht aus dem Lager fliehen konnten, in das polnische Konzentrationslager Stutthof bei Danzig (heute: Gdansk) deportiert. Die Nazis geben Asmus die Häftlingsnummer 25 696.

Im Mai 1945 kehrt er nach Dänemark zurück und lebt in einer Wohnung von der Dänischen Ärztekammer in der Østerbrogade 57-G. Asmus Hansen Dall stirbt am 5. Juli 1999.

Peter Karl Kristian Kristiansen

Peter Karl Kristian Kristiansen wird am 7. März 1916 in Ølsted, Nordwestseeland, geboren. Im Alter von 20 Jahren zieht er nach Kopenhagen und lässt sich in Nørrebro nieder. Er wird Mitglied der Kommunistischen Partei Dänemarks in der Wohngebietszelle „Lygten“ [3].

Im Januar 1938 Peter Karl geht nach Spanien. Er wird als Chauffeur im Fuhrpark der XI. Internationalen Brigade, in der 2. Kompanie “Martin Andersen-Nexø” des 2. Bataillons “Hans Beimler” eingesetzt. Während des Rückzugs von der Aragon-Front wird er gefangen genommen und im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña eingekerkert. Peter Karl wird am 26. April 1939 entlassen und kehrt vier Tage später nach Dänemark zurück.

Er wird am 7. November 1942 von der dänischen Polizei bei einer, gegen die spanischen Bürgerkriegsveteranen geführten Razzia, verhaftet, in Vestre Fængsel eingekerkert und später in das Internierungslager Horserød verlegt. Er wird am 17. April 1943 entlassen.

Nach seiner Entlassung findet Peter Karl Arbeit als Fahrer bei der Carlsberg Brauerei und wohnt  dann in der Ørholmsgade 2 in Nørrebro. Er kommt mit der Widerstandsbewegung in seinem Bezirk in Kontakt und engagiert sich wieder in der Widerstandsarbeit.

Harry Edward Kleis

Der Arbeiter Harry Edward Kleis wird am 20. Januar 1910 in Kopenhagen geboren.

Am 20. Dezember 1937 geht er nach Spanien, wo er in der Artilleriebatterie der XI. Internationalen Brigade, der 2. Kompanie “Martin Andersen-Nexø” des 2. Bataillons “Hans Beimler”, eingesetzt wird. Harry wird während des Rückzugs von der Aragon-Front gefangen genommen und im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña eingekerkert. Am 26. April 1939 kehrt er nach Dänemark zurück.

Harry wird am 7. November 1942 von der dänischen Polizei bei der Razzia gegen die Freiwilligen im spanischen Bürgerkrieg verhaftet und in Vestre Fængsel eingekerkert. Später wird er im Internierungslager Horserød eingekerkert. Daraus wird er am 17. April 1943 entlassen.

Nach seiner Freilassung wohnt Harry Edwards Kleis in P. Knudsens Gade 102, dem Südhafen von Kopenhagen (Københavns Sydhavn).

Derry Mandrup Madsen
Dänen im franquistischem Konzentrationslager San Pedro de Cardeña: Derry Mandrup Madsen

Derry Mandrup Madsen

Arbeiter/Dachdecker/Matrose, Derry Mandrup Madsen, wird am 26. April 1917 in Aalborg als Sohn von Carl Mandrup Madsen und Julie Marie Madsen geboren.

Im Juli 1937 reist er nach Spanien und wird in die XI. Internationale Brigade, dem 4. Bataillon “Zwölfter Februar”, aufgenommen. Später wird Derry zum 2. Bataillon “Hans Beimler”, in die 2. Kompanie “Martin Andersen-Nexø” versetzt. Er kämpft in den Schlachten von Teruel und Belchite. Während des Rückzugs von der Aragon-Front wird er gefangen genommen und im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña eingekerkert. Derry wird am 26. April 1939 freigelassen und kehrt am 30. April desselben Jahres nach Dänemark zurück.

Am 7. November 1942 wird er von der dänischen Polizei bei einer Razzia gegen die Kriegsveteranen verhaftet, in Vestre Fængsel eingekerkert und später in das Internierungslager Horserød verlegt. Am 2. Oktober 1943 wird er in das Konzentrationslager Stutthof bei Danzig (heute: Gdansk) in Polen deportiert. Die Nazis geben Derry die Häftlingsnummer 25 722.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnt Derry Madsen in der Lundtoftegade 8, 1. Stock links (Nørrebro, Kopenhagen). Er arbeitet bis 1953 als Dachdecker. Von da an, bis 1960, fährt er als Heizer und Maschinist auf einem Küstenmotorschiff in den britischen Gewässern. Von da an arbeitet Derry, bis zu seinem Tod am 8. März 1972 im Alter von 54 Jahren, als Dachdecker.

Niels Christian Madsen

1937 reist Niels Christian Madsen von seinem Wohnort Vancouver B. C. in Kanada nach Spanien. Er wird nach seiner Ankunft in Spanien in das ‘Abraham Lincoln‘ Bataillon der XV. Internationalen Brigade aufgenommen. Später wird er zum kanadischen ‘Mackenzie-Papineau’-Bataillon‘ (‘Mac-Pap’) versetzt.

Niels wird während des Rückzugs von der Aragon-Front gefangen genommen und im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña eingekerkert. Am 26. April 1939 kehrt er nach Kanada zurück.

Jens Alfred Petersen

Der Landarbeiter Jens Alfred Petersen wird am 16. Mai 1910 in Odense, Fünen geboren.

Ende 1937 geht er nach Spanien und wird in das 3. Bataillon “Ernst Thälmann” der XI. Internationalen Brigade aufgenommen. Während des Rückzugs von der Aragon-Front wird Jens in Batea gefangen genommen und im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña eingekerkert. Er wird am 26. April 1939 aus dem Lager entlassen und kehrt vier Tage später nach Dänemark zurück.

Jens wird am 7. November 1942 von der dänischen Polizei bei einer Razzia gegen die Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg verhaftet, in Vestre Fængsel und später im Internierungslager Horserød (Horserødlejren) eingekerkert. Dort wird er am 10. Juli 1943 entlassen.

Jens Alfred Petersen kehrt an seine frühere Adresse in der Vindegade 6 in Odense zurück und zieht 1951 in die Linnésgade 39 in Kopenhagen.

Mogens Kurt Sørensen

Von Beruf Heizer. Mogens Kurt Sørensen wird am 5. November 1917 in Kopenhagen geboren. Er lässt sich in der Prinsessegade 34 in Kopenhagen nieder. Mogens ist unverheiratet.

Im Dezember 1937 geht er nach Spanien, wo er in die XI. Internationale Brigade aufgenommen wird. Er kämpft im 2. Bataillon “Hans Beimler” in der 2. Kompanie “Martin Andersen-Nexø”, als Teil der 35. Division.

Während des Rückzugs von der Aragon-Front wird Mogens gefangen genommen und im Konzentrationslager San Pedro de Cardeña eingekerkert. Mogens wird am 26. April 1939 freigelassen und kehrt am 30. April desselben Jahres nach Dänemark zurück.

Zurück in Dänemark, arbeitet er wieder als Heizer. Während des Krieges stirbt er bei der Versenkung der S/S Minsk in der Nordsee am 19. März 1940.


Notizen:

[1]  Die Isländer sind mit aufgeführt, da Island bis 1944 Teil des dänischen Königreichs war.

[2] Die Arbeiterzeitung schreibt “acht”, weil Niels Christian Madsen nach Kanada zurückgekehrt ist.

[3] Die Wohngebietszelle ist nach der Straße Lygten im nordwestlichen Bezirk von Kopenhagen benannt.