Emblem der Internationalen Brigaden

Emblem der Internationalen Brigaden 
Foto: Roger Davies  Lizenz

Paulina Abramson (verheiratet Mamsurowa), 1917–2000

Sie wurde 1917 in Buenos Aires i Argentinien geboren. Paulina und ihre jünger Schwester Adelina wuchsen in einem politischen Umfeld auf, der Vater war Kommunist. 1930 ging die Familie Abramson in die Sowjetunion. Pauline arbeitet gemeinsam mit ihrem Vater im Verlag der ausländischen Arbeiter in der UdSSR.

Sie war verheiratet mit dem Spanier Andrés Martin, der sich einige Zeit in Moskau aufgehalten hatte. Gemeinsam mit ihm ging sie nach Spanien und arbeitete im Verlag Europa-América. Sie schloss sich im Juli 1936 einer Kolonne der Kommunistischen Jugend an, die an die Front ging. Ihr Mann fiel im August 1936 an der Front.

Bei dem Dokumentarfilmregisseur und Kameramann Roman Karmen arbeitete sie als Dolmetscherin und Assistentin. Im Oktober 1936 begleitete sie als Dolmetscherin Roman Karmen und den Journalisten Michail Kolzow nach Asturien. Sie wurde die Übersetzerin des Generals Jadzhi Mamsurow und heiratete ihn. Sie übersetzte währende einer einwöchigen Begegnung zwischen Jadzhi Mamsurow und dem spanischen anarchistischen  Führer Buenaventura Durruti, Mamsurow war als Militärberater an der Seite Durrutis.

Im Jahre 1937 kehrten Paulina Abramson und Jadzhi Mamsurow nach Moskau zurück. Als Militär-Dolmetscherin was sie  während des Zweiten Weltkrieges an verschiedenen Fronten im Einsatz. Mitglied der KPdSU wurde sie 1943. Nach dem Krieg war sie als Lehrerin am sowjetischen Militärinstitut für Fremdsprachen tätig.

Nach dem Tod ihres Mannes ging sie 1968 für fünf Jahre in die Tschechoslowakei. Dort arbeitete sie für eine Zeitschrift. Sie starb im Jahr 2000.

Adelina Kondratjewa (geboren Abramson), 1. Februar 1920–2012
Adelina Kondratjeva (born Abramson) in Albacete, 1937

Adelina Kondratjeva in Albacete, 1937

Adelina Kondratjewa wurde am 12. Februar 1920 in Buenos Aires in einer russische Emigrantenfamilie geboren, 1932 kehrte die Familie in die Heimat zurück. Mit 17 Jahren ging sie Anfang 1937 gemeinsam mit ihrem Vater nach Spanien, um für

Militärberater in der republikanischen Armee und den Internationalen Brigaden  zu übersetzen. Sie kam nach Albacete. Später wurde sie Dolmetscherin im Stab der republikanischen Luftwaffe, u.a. beim sowjetischen Berater Jakow Smuschkewitsch und schließlich bis 1938 für die Brigade- bzw. Divisionskommandeure General Gomez (Wilhelm Zaisser) und General Walter (Karol Swierczewski). In Spanien war sie in einen Flieger verliebt, sie wurde seine Braut. „Wir waren glücklich. Doch er ist gefallen“, sagte Adelina.

Zurück in Moskau  setzte sie ein Ausbildung an einer Arbeiterfakultät fort. Im April 1941 begann sie ein Studium der italienischen Sprache an einem Fremdspracheninstitut. Nach den Überfall Deutschlands auf die UdSSR wurde Adelina Kondratjewa Dolmetscherin in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern mit italienischen Gefangenen.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte sie an ihre alte Fakultät zurück, bis ihr Vater im März 1951 unter der Anschuldigung „trotzkistische Umtriebe“ verhaftet und fünf Jahre in Sibirien in einem Lager interniert wurde. Dies zog auch im Leben von Adelina Kodratjewa  nachhaltige Veränderung nach sich. Schließlich übernahm sie die Leitung für spanische Sprache an einem Lehrerbildungsinstitut. Aktiv blieb sie im Komitee der sowjetischen und später der russischen Kriegsveteranen. Sie wurde mit den Orden Roter Stern ausgezeichnet.

Adelina Kondratjeva, die am 14. Dezember 2012 im Alter von 95 Jahren in Moskau starb, war die letzte der 3.000 sowjetischen Soldaten, Techniker und Freiwilligen, die an der spanischen Republik am spanischen Bürgerkrieg teilgenommen haben.


ÜBERSETZT AUS DEM ENGLISCHEN VON HAMBURGER FREUNDINNEN & FREUNDE DER XI. INTERNATIONALEN BRIGADE